08.04.2017 Löwen bleiben unter ihren Möglichkeiten

„Da war mit Sicherheit mehr drin. Hausen hat sich selbst geschlagen“, resümiert Sprecher Gerhard Felbinger nach dem Rückrunden-Auftakt der Rugby Löwen, der mit 15:7 an Gastgeber ASV Köln ging. Damit geht Tabellenplatz 2 der 2. Bundesliga West ebenfalls an den Erstliga-Absteiger aus der Rheinstadt.

Dabei war das Spiel lange Zeit offen, fand sogar die meiste Zeit über in der Kölner Hälfte statt. Die Kölner Crusaders haben wohl nicht mit einer so entschlossenen Hausener Mannschaft gerechnet, die mit einem Kader von 25 Spielern angereist ist. Nach einem druckvollen Start der Crusaders setzte Hausen einen Strafkick an die Kölner Stange und musste eine gute Viertelstunde später den ersten Versuch kassieren, den Köln jedoch nicht erhöhen konnte – wie übrigens keinen einzigen in diesem Match. In der 52. Minute glich der Hausen Verbinder Julian Grau nach einem intensiven Battle vor dem Kölner Malfeld aus, Daniel Almeida erhöhte auf 5:7.

Köln fand nur kurze Zeit später eine Lücke in der Hausener Verteidigung und punktete zum 10:7. Es folgte eine Belagerung des Kölner Malfelds und jeder ging davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Hausen endgültig die Führung übernimmt. Stattdessen ging der Ball nach einem überhastet ausgeführten Strafkick verloren, Hausen musste das eigene Malfeld verteidigen und schließlich den entscheidenden Versuch zum 15:7 hinnehmen.

Danach war die Luft bei den Löwen raus. Sichere Penalty-Kicks zielten nicht auf die Kölner Stangen, sondern taktisch ins Aus vor dem gegnerischen Malfeld. Dort wurde der Ball jedoch zu oft verloren und die verbleibenden wertvollen Minuten bis zum Spielende reichten nicht mehr für die Aufholjagd.

Die Hausener Löwen haben insgesamt eine sehr starke kämpferische Leistung gezeigt, auf die Coach Benoit Grob in den nächsten Spielen aufbauen kann. Und das nächste Spiel lässt nicht lange auf sich warten: Am 22. April spielt Hausen vor heimischer Kulisse gegen das Team des RT Münster.