11.02.17 Löwen-Kids in großer Manege

Eigentlich können sie es auch heute noch gar nicht richtig fassen, denn sie waren bei etwas ganz Großem dabei; bei einem Spiel, wie es seit 1972 keines mehr gegeben hat im deutschen Rugby: Beim Sieg der DRV VX gegen das Team der rumänischen Eichen.

Doch von vorne:
Die zehn Löwen-Kids Alexander, Andrej, Ilja, Keyvan, Niklas, Ismael, Eric, Jan, Timon und Nesrin wissen seit wenigen Tagen, dass sie am Samstag auf dem Bieberer Berg mit den Teams aus Deutschland und Rumänien ins Stadion einlaufen dürfen. Die Spieler der U10-Mannschaft der Hausener Löwen sind nach außen cool und routiniert – eh klar.

Doch schon beim Vorüben am späten Samstagvormittag wird schnell deutlich, wie riesig das Sparda-Bank-Hessen-Stadion des OFC aussieht, wenn man selbst auf dem Rasen steht – der erste Gänsehautmoment. Und hier finden sich nicht nur die Löwen-Kids wieder. Die DRV XV hat gerufen und Rugby-Kids aus ganz Hessen sind gekommen: Begeisterte Rugger aus Frankfurt sind da, aus Darmstadt, Götzenhain, Marburg, Krofdorf und Heusenstamm – sie alle wollen Fahnen schwenken, Flaggen über dem Rasen spannen oder mit den Spielern der beiden Länder einlaufen.
Das geht am Anfang noch etwas holprig, wird aber mit jedem Übungslauf immer besser. Dann mittendrin kommt das deutsche Team ins Stadion, vor dessen Kabine sich die Kinder für den nächsten Durchlauf aufgereiht haben. Klar, dass es da erst mal Standing Ovation für die deutschen Rugby-Männer gibt, die für den einen oder anderen ein lebendiges Vorbild ihres Lieblingssports sind – zum zweiten Mal Gänsehaut.