19.11.16 Hausener Löwen versinken im Kölner Schlamm

In ihrem letzten Spiel in diesem Jahr unterlagen die Löwen am Samstag mit 11:39 dem Erstligaabsteiger ASV Köln beim Spiel um den Ligapokal.

Es war das zweite Mal innerhalb von drei Monaten, dass die Rugby Löwen TGS Hausen auf das Team des ASV Köln trafen. Diesmal ging es nicht um Saisonpunkte, sondern um den Ligapokal. Diesmal war Hausen nicht der Gastgeber, sondern trat auswärts im Kölner Rugby Park an. Der ASV Köln hatte Zeit, aus der 20:29-Pleite gegen den Gast in Blau-Weiß seine Lehren zu ziehen – und das haben die Jungs um Coach Eric Daniel wohl auch getan.

Die Hausener Mannschaft konnte zwar nicht mit ihrem etablierten Stammkader anreisen, rechnete sich aber dennoch eine Minimalchance gegen Köln aus. Diese guten Vorsätze wurden jedoch nicht mit ins Spiel übernommen und so kam es, dass Hausen schon nach 10 Minuten mit zwei erhöhten Versuchen in Rückstand war.
Dann wachte das Team um Coach Benoit Grob auf dem schwer bespielbaren Kölner Untergrund auf und bewies mit viel Kampfgeist, dass es durchaus mithalten konnten.
Dennoch konnte Hausen nach einer 15-minütigen Druckphase nicht mehr als zwei verwandelte Straftritte durch Patrick Dunkley zum zwischenzeitlichen 14:6 mitnehmen.

Es fehlte häufig die letzte richtige Entscheidung, um die gut organisierte Kölner Defensive vollends zu durchbrechen. Dieses Problem konnte man schon in den letzten beiden Spielen beobachten. In der Folgezeit taten sich beide Mannschaften schwer, sich entscheidend in Szene zu setzten. Das lag zum großen Teil eben auch an den Bedingungen auf dem Kölner Platz, der mit fortlaufendem Spiel zum Kartoffelacker wurde. Bis zur Pause konnte Köln noch einen Straftritt verwandeln. Halbzeitstand 17:6.

Nach dem Pausentee merkte man den Löwen an, dass sie nochmal alles nach vorn werfen wollten. Sie errangen nun mehr Spielanteile und konnten dann auch folgerichtig mit einem Versuch von Chris Bettner – dem späteren Man of the Match – auf 17:11 verkürzen. Wer dachte, es gäbe nun ein großes Aufbäumen der Löwen, wurde leider enttäuscht. Stattdessen drehte Köln eine Umdrehung höher und punktete bis zum Abpfiff mehrfach und schraubte das Ergebnis schließlich auf den Endstand von 39:11.

In der Spielanalyse muss Hausen feststellen, dass der eine oder andere Ausfall noch nicht zu 100 % kompensiert werden kann. Der für die Löwen ungewohnt matschige Kölner Boden tat sein Übriges.

Nun heißt es, die ausgesprochen positive erste Saisonhälfte abzuhaken, sich zu erholen und sich dann solide auf die Rückrunde in 2017 vorzubereiten. Hausen bekräftigt einmal mehr, am Saisonende 2016/2017 auf einen der ersten beiden Tabellenplätze der 2. Bundesliga West stehen zu wollen, auch wenn das für Trainer Grob und seine Jungs einer weiteren Leistungssteigerung bedarf.

Die Punkte für Hausen erzielten Chris Bettner (5 Punkte via Versuch) und Patrick Dunkley (2 x 3 Punkte via Strafkick).